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Wie werde ich Stuntwoman/ Stuntman?

Für keinen der Berufe gibt es einen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Grundvorraussetzung ist die Volljährigkeit, eine abgeschlossene Berufsausbildung, vorzugsweise im technischen oder handwerklichen Bereich oder ein Studium haben sich als zweckdienlich erwiesen. 

Wie zum Beispiel:

  • eine sportliche Ausbildung
  • eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, wie KFZ-Mechaniker
  • eine Ausbildung in einem technischen Beruf, wie Werkzeugmacher oder Elektriker
  • Pferdewirt oder Beruftstaucher

aber auch

  • ein Studium der Wirtschafts – oder Geisteswissenschaften
  • eine Ausbildung oder Studium im Bereich der darstellenden Künste
  • ein Sportstudium

Als Grundvoraussetzung sollte man eine hohe körperliche Fitness mitbringen und

  • Zuverlässigkeit
  • Disziplin
  • eine gute Auffassungsgabe
  • schnelles Reaktionsvermögen
  • schauspielerisches Talent und Kreativität
  • die Beherrschung von Fremdsprachen.

Die eigentliche Ausbildung kann man als Juniormitglied in einer Stuntgruppe/ Stuntunternehmen in Form von "Learning by doing" absolvieren. In diesen Unternehmen werden nicht nur die Stunts an sich durchgeführt, sondern auch künstlerische, sportliche und technische Trainings.
Alle Mitgliedsunternehmen des Verbandes bilden bei entsprechender Eignung aus und stehen für professionelles Arbeiten, Know-How und hohe Sicherheitsanforderungen. 
Desweiteren gibt es Stuntschulen mit Ausbildungskursen, wie z.B. Akrobatik, Turnen, Schauspielunterricht, Fallübungen, Klettern, Sichern, Knotentechnik, Fechten und Showkampf... Stuntschulen haben unterschiedliche Aufnahmebedingungen, die Kosten können zwischen 1500 und 2000 € pro Ausbildungsjahr betragen.

Berufsbilder der German Stunt Association

Die erstellten Berufsbilder der German Stunt Association sind nicht geschützt. Sie sollen intern sowie extern als Anhaltspunkt und Übersicht gelten und zu einem besseren Verständnis der einzelnen Berufe beitragen.
Die unterschiedlichen Bereiche der Tätigkeiten und die dazugehörigen Berufsbilder beinhalten eine Reihe verschiedener künstlerischer und technischer Fähigkeiten, welche eine homogene Einheit bilden.

Wir achten alle Geschlechtsidentitäten, legen aber auch Wert auf gut lesbare Texte.
Wenn eine neutrale Formulierung nicht möglich war, haben wir uns wegen der Anglizismen für die männliche Form entschieden.

Zum Download: GSA Berufsbilder, Stand Januar 2021

Je nach Anforderung sind einer oder mehrere dieser Fachleute zur Realisierung eines Stunts in einer Film- Fernseh- oder Theaterproduktion erforderlich.
Spezialisierungen ergeben sich meist aus besonderem Talent oder Neigung für bestimmte Tätigkeitsbereiche.
In der Regel arbeiten Stuntleute in Deutschland nicht nur in einem Tätigkeitsbereich. Je nachdem, wer den Auftrag erhalten hat und wie die Anforderungen und der Umfang der Stuntarbeit in einer Produktion sind, werden die kollaborativ arbeitenden Teams gebildet. Dabei kommt es nicht selten vor, dass der Stunt Performer aus der Produktion A, der Stunt Coordinator der Produktion B ist und der Stunt Coordinator aus A in B der Stunt Player.

Stuntleute verfügen über persönliche Schutzkleidung, mit der sie ihren eignen Körper schützen können. Das können spezielle Stunt-Protektoren, von der Industrie für Sport und Freizeit angebotene Protektoren oder individuell angefertigtes Equipment sein, das je nach Art des Stunts am besten geeignet ist.
Wer sich auf bestimmte Stuntbereiche spezialisiert hat und regelmäßig z.B. reitet, taucht, klettert, Motorrad fährt.., besitzt in der Regel auch die dazugehörigen Ausrüstungen und Arbeitsmittel.
Am Filmset benutzen Stunt Performer die von der Produktion gestellten Requisiten. Häufig sind diese Requisiten, wie Waffen, Möbelstücke oder Assessoires, Spezialanfertigungen, s.g. „Breakaways“ oder „Dummys“ die dem Stunt Performer ein gewisses Maß an Sicherheit bieten.

Die Arbeitsorte sind Trainingsstätten, Stunt Locations, feste Spielstätten (Theater, Freilichtbühnen), Studios (Film- und Fernsehstudios) oder Motive aus allen Bereichen des Lebens.
Arbeitsorte und Arbeitszeiten richten sich in erster Linie nach der Art der Produktion. Film- und Fernsehdreharbeiten finden zu jeder Tages- und Nachtzeit statt, Proben und Trainings werden dem angepasst.
Gedreht wird zu jeder Jahreszeit. Motive finden sich auf der gesamten Welt. Man kann für inländische wie auch für ausländische Produktionen arbeiten.
In diesen Berufen gibt es wenig Regelmäßigkeit, man ist viel unterwegs, arbeitet häufig unter Zeitdruck mit zum Teil langen Arbeitszeiten.
Alle oben aufgeführten Berufe sind durch das Know-how gekennzeichnet, möglichst alle anfallenden Risiken im Vorfeld zu erkennen und zu minimieren.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium z.B. der Kunst- ,Sport-, Geistes-, oder Technischen Wissenschaften haben sich in der Praxis als zweckdienlich erwiesen. Berufserfahrungen z.B. als Berufstaucher, Industriekletterer, etc. können den Einstieg erleichtern.
Umfangreiche Erfahrungen und hohe Qualifikationen in diversen Sportarten, wie z.B. Turnen, Kampfkunst, Parkour, Reiten, Motorsport, etc. sind oft unabdingbare Voraussetzungen.

Weitere Eignungsvoraussetzungen für alle Stuntberufe sind:

  • Künstlerisches Talent
  • Disziplin
  • Sehr gute körperliche Konstitution
  • Gute Auffassungsgabe
  • Schnelles Reaktionsvermögen
  • Visuelles Umsetzungsvermögen einer Idee
  • Anpassungsfähigkeit / Improvisationsvermögen
  • technisches Verständnis, handwerkliches Geschick
  • Teamfähigkeit
  • Kreatives und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit

Der Zugang zur Tätigkeit kann auf die verschiedenste Weise stattfinden. Umfangreiche Erfahrungen und hohe Qualifikationen in diversen Sportarten, wie z.B. Turnen, Kampfkunst, Parkour, Reiten, Motorsport, etc. sind oft unabdingbare Voraussetzungen.
Wer sich für diesen Beruf entscheidet, beginnt autodidaktisch mit der Erarbeitung bestimmter Fertigkeiten. Er beschäftigt sich theoretisch und praktisch mit dem Beruf und versucht, Kontakt zu einem Stunt Coordinator aufzunehmen, um sich vorzustellen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man von einem Stunt Coordinator oder Stuntman aufgrund einer bestimmten individuellen Fähigkeit entdeckt und weiterempfohlen wird.

Alle Stunt Berufe sind in hohem Maße mit ständigem Lernen und Weiterbilden verbunden. Das passiert einerseits während der Arbeit, andererseits durch selbst organisierte Weiterbildung, die Teilnahme an Workshops, spezielle Lehrgänge oder ein Studium. Die möglichen Inhalte sind so umfassend und vielseitig wie der Beruf selbst. (Kunst, Schauspiel, Filmschnitt, Regie- und Kameraführung, Technik, Sport, Produktion, etc.).

Die Arbeit von Stuntmen und Stuntwomen ist nicht mit der von Akrobaten oder Artisten im Zirkus oder bei Showveranstaltungen gleich zu setzen. Selbst wenn einzelne, selektiv herausgestellte Techniken und Inhalte vergleichbar sind. Ein Stunt, ein Trick oder eine akrobatische Leistung als Show dargeboten, dient einzig und allein der Sensation und stellt diese in den Mittelpunkt. In seiner Form ist er beliebig wiederholbar und deshalb nicht mit einem Stunt in einer Film- oder Fernsehproduktion vergleichbar. Dieser hat immer einen dramaturgischen Hintergrund und trifft damit eine künstlerische Aussage.

 

Die Arbeit von Stuntmen und Stuntwomen ist nicht mit der von Schauspielern gleich zu setzen. Während Schauspieler eine Rolle vor allem mit gestischen, mimischen und stimmlichen Mitteln und Körperarbeit gestalten, liegt der Schwerpunkt bei Stuntwomen und Stuntmen in der Bewegungskunst, ergänzt mit gestischen, mimischen und tw. stimmlichen Mitteln. Das tägliche Training zum Erwerb körperlicher Kraft und Ausdauer und der Perfektionierung von Bewegungsabläufen sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Stuntwomen und Stuntmen.

Die Abgrenzung der Tätigkeiten richtet sich nach den kausalen Zusammenhängen, Bezeichnungen werden oft unpräzise verwendet. Tritt eine Person im Zirkus auf und fliegt mit einer Kanonenkugel durch die Luft, wird Er vielleicht als Stuntman/Stuntwoman angekündigt, jedoch arbeitet Er in diesem Fall als Artist/-in. Ist das Ganze eine Szene aus einem Spielfilm und ein Stuntman spielt den „Baron Münchhausen“ ist er ein darstellender Künstler.

So, wie Nachrichtensprecher auch keine Schauspieler (Künstler) sind, obwohl sie auch „sprechen“ und von Beruf Schauspieler (Künstler) sein können.

Tätigkeit

Der Stunt Coordinator ist für die Planung und die Organisation der Stunts innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe-, oder Theaterproduktion verantwortlich. Er ist der Leiter des Stuntdepartments, erfindet Bewegungsabläufe und ist für die Sicherheit der am Stunt beteiligten Personen verantwortlich. Er muss im Falle einer Gefährdung erforderliche Sicherheitsmaßnahmen einleiten (Beurteilung von Gefahrenquellen, medizinische Notfall Vorsorge, Einweisungen zur Unfallverhütung, Erstellung eines Risk Assesments).

Die Tätigkeit als Stunt Coordinators umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Verständigung mit dem Regisseur, dem Bildgestalter, dem Szenenbildner und dem Produktionsleiter zur beabsichtigten Gesamtwirkung des Projektes.
  • dramaturgische und künstlerische Bearbeitung der stofflichen Vorlage der einzelnen Szene in Zusammenarbeit mit dem Regisseur.
  • Motivbesichtigungen (Recces)
  • eigenverantwortliche Konzeptentwicklung der Stunts, Kalkulation der Kosten und zeitliche Abstimmungen von Produktionsabläufen. 
  • Auswahl der Stunt Performer unter Berücksichtigung der Anforderungen an die geplanten Szenen.
  • sicherheitstechnische Unterweisung aller Beteiligten bei vorbereitenden Proben, entsprechend den Erfordernissen des jeweiligen Stunts. Diese Unterweisung umfasst die mentale und körperliche Vorbereitung von Darstellern auf einen Stunt, die Berücksichtigung eventueller Gefahrenquellen, festgelegter Schutzmaßnahmen und deren Umsetzung.
  • Während des Drehs leitet der Stunt Coordinator entweder allein oder in enger Zusammenarbeit mit der Regie die geplanten Stuntszenen. Neben der künstlerischen und technischen Umsetzung ist der Stunt Coordinator auch für die sichere Umsetzung der Stuntszene verantwortlich.
  • Bei Theaterproduktionen erarbeitet und probt ere die Stuntszenen während der Probenzeit, mit Ende der Generalprobe ist seine Leistung in der Regel erbracht.

Der Stunt Coordinator ist für die künstlerische Wirkung der Stunts und die künstlerische Ausführung durch den/die Stunt Performer, Stunt Player oder Schauspieler verantwortlich. Die fertigen Film-/ Stunt Szenen sind das Ergebnis eines künstlerischen und technischen Schaffensprozesses, der mit der Ausarbeitung der einzelnen Szenen beginnt und mit deren Fertigstellung endet. Dabei werden die technischen und künstlerischen Elemente so kombiniert und koordiniert, dass im Ergebnis ein künstlerisches Werk entsteht. Der Stunt Coordinator ist kein nachschaffender Interpret eines bestehenden Werkes, sondern Gestalter einer originären Schöpfung.

Ausbildung

Für den Beruf des Stunt Coordinator gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Stunt Coordinator ist die Kombination verschiedener Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, alle Mitarbeiter, die an einem Stunt beteiligt sind, anzuleiten und zu motivieren und deren Beiträge zu koordinieren.

Langjährige Erfahrung als Stunt-Performer, Stunt-Rigger, Kampfchoreograf oder Horse Master und Fähigkeiten auf diesem Gebiet sind Voraussetzung. Kompetenzen auf dem Gebiet der Regie und Kameraführung und betriebswirtschaftliche Kenntnisse (Kalkulation, Personal) sind erforderlich.
Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen und/oder Theater sind Voraussetzung.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Leistungen und Verdienst werden in einem Werkvertrag festgehalten. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Theaterproduktionen erwirbt man seine Gage für die künstlerische Arbeit während der Probenzeit. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- Fernseh- und Werbeproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet. Zum Teil erhalten Stunt Coordinator einen Werkvertrag für die Dauer einer Spielfilmproduktion, inklusive Vorbereitung.

Perspektiven

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum 2nd Unit Director/ Action Unit Direktor.

Tätigkeit

Der 2nd Unit Director / Action Unit Director ist für die künstlerische, filmische Umsetzung einer oder mehrerer Actionszenen verantwortlich und ist hierfür eine entscheidende gestaltende Kraft.
Die Tätigkeit als 2nd Unit Director / Action Unit Director umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Verständigung mit dem Regisseur, dem Bildgestalter, dem Szenenbildner und dem Produktionsleiter zur beabsichtigten Gesamtwirkung des Projektes.
  • Dramaturgische und künstlerische Bearbeitung der stofflichen Vorlage der einzelnen Szene in Zusammenarbeit mit dem Regisseur.
  • Motivbesichtigungen (Recces)

Während des Drehs leitet der 2nd Unit Director / Action Unit Director allein die geplanten Actionszenen.

Die fertigen Film-/ Stuntszenen sind das Ergebnis eines künstlerischen und technischen Schaffensprozesses, der mit der Vorbereitung der einzelnen Szenen beginnt und mit deren Fertigstellung endet. Dabei werden die technischen und künstlerischen Elemente so kombiniert und koordiniert, dass im Ergebnis kein technisches, sondern ein künstlerisches Werk entsteht. Der 2nd Unit Director / Action Unit Director ist kein nachschaffender Interpret eines bestehenden Werkes, sondern Gestalter einer originären Schöpfung.

Ausbildung

Für den Beruf des 2nd Unit Director / Action Unit Director gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als 2nd Unit Director / Action Unit Director ist die Kombination verschiedener Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die künstlerischen und technischen Mitarbeiter die an einem Stunt beteiligt sind anzuleiten und zu motivieren und deren künstlerische Beiträge zu dirigieren.
Langjährige Erfahrung als Stunt-Performer, Stunt-Rigger, Kampfchoreograf oder Horse Master sowie als Stunt Coordinator und Fähigkeiten auf diesen Gebieten sind Voraussetzung.
Kompetenzen auf dem Gebiet der Regieführung sind essentiell.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Film- und Fernsehproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist pro Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
2nd Unit Director / Action Unit Director erhalten für die Dauer einer Spielfilmproduktion, inklusive Vorbereitung einen Werkvertrag.

Perspektiven

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg kann die Qualifizierung oder Berufung zum Regisseur sein.

Tätigkeit

Der Assistant Stunt Coordinator plant und organisiert zusammen mit dem Stunt Coordinator die Stunts innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe- oder Theaterproduktion.
Seine/Ihre Arbeit kann, ähnlich wie die eines Stunt Coordinator sein, wobei der Assistant Stunt Coordinator immer vom Stunt Coordinator angeleitet wird. Er übernimmt einzelne Teile der Stunt Koordination bei anfallenden Proben oder am Set. Die Position des Assistant Stunt Coordinator wird meist nur in größeren internationalen Produktionen besetzt, wenn mehr als ein Stunt Coordinator zur Überwachung eines Projekts erforderlich ist.
Er plant und organisiert die Stunts innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe- oder Theaterproduktion zusammen mit dem betreuenden Stunt Coordinator, der den eingeschlagenen Weg vorgibt.
Der Assistant Stunt Coordinator übernimmt während der Proben oder am Set einzelne Teile der Stunt Koordination. Dies kann folgende Tätigkeiten umfassen:

- Organisation und Monitoring von Proben, Produktion von Vorabvisualisierungen Pre-
  vews
- Monitoring der Haupteinheit, während die zweite Einheit eine Aktionssequenz aufnimmt.
- Unterstützung beim Monitoring größerer Maßnahmen

Ausbildung

Für den Beruf des Assistant Stunt Coordinator gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Langjährige Erfahrung als Stunt-Performer, Stunt-Rigger, Kampfchoreograf oder Horse Master und Fähigkeiten auf diesem Gebiet sind Voraussetzung , sowie Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, alle Beteiligten, die an einem Stunt beteiligt sind, anzuleiten und zu motivieren und deren Beiträge zu koordinieren. Verständnis für die Strukturen in der Produktion und die Fähigkeit, eng mit anderen Abteilungen zusammenzuarbeiten sind Voraussetzung. Erste Kenntnisse auf den Gebieten Regie und Kameraführung sind förderlich. Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse sind essentiell, spezielle Kenntnisse (Kalkulation, Personal) sind vorteilhaft.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernsehproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Assistant Stunt Coordinator erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten

Perspektiven

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum Stunt Coordinator.

Tätigkeit

Der Fight Choreographer ist für die Choreografie der Kämpfe innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe- oder Theaterproduktion verantwortlich. Er erfindet Bewegungsabläufe, trainiert und unterweist die Stunt Performer, ggf. auch Schauspieler.
Die Tätigkeit als Fight Choreographer umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Verständigung mit dem Regisseur und dem Stunt Coordinator zur beabsichtigten Gesamtwirkung des Projektes.
  • dramaturgische und künstlerische Bearbeitung der stofflichen Vorlage der einzelnen Szene in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem Stunt Coordinator.
  • Motivbesichtigungen (Recces)
  • während des Drehs leitet der Fight Choreographer die geplanten Kampfszenen in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator
  • bei Theaterproduktionen erarbeitet und probt er die Stuntszenen während der Probenzeit, mit Ende der Generalprobe ist seine Leistung in der Regel erbracht.

Der Fight Choreographer ist für die künstlerische Wirkung der Kämpfe und die Ausführung durch den/die Stunt Performer, Stunt Player oder Schauspieler verantwortlich. Die fertigen Film-/ Stunt Szenen sind das Ergebnis eines künstlerischen und technischen Schaffensprozesses, der mit der Ausarbeitung der Kampfszene im Kontext mit der der Zeit, des Ortes und der Handlung beginnt und mit deren Fertigstellung endet. Dabei werden die technischen und künstlerischen Elemente so kombiniert und koordiniert, dass im Ergebnis ein künstlerisches Werk entsteht. Der Fight Choreographer ist kein nachschaffender Interpret eines bestehenden Werkes, sondern Gestalter einer originären Schöpfung.

Ausbildung

Für den Beruf des Fight Choreographer gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Fight Choreographer ist die Fähigkeit darstellerische und dramaturgische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die Mitarbeiter, die an einem Kampf beteiligt sind anzuleiten und zu motivieren und deren Beiträge zu koordinieren. Kenntnisse aus Kultur(-geschichte), Anatomie, Motorik und Erfahrungen als Stunt Performer sind essentiell. Kompetenzen auf dem Gebiet der Stunt Koordination sind vorteilhaft. Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Theaterproduktionen erwirbt man seine Gage für die künstlerische Arbeit während der Probenzeit. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernsehproduktionen werden meist der /die Drehtag/-e, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Fight Choreographer erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Tätigkeit

Der Head Stunt Rigger ist verantwortlich für das Design, die Planung und die Ausführung des Stunt-Rigging, der Performer Assistenz und des Performer Safety Rigging für eine Film-, Fernseh-, Werbe- oder Theaterproduktion.
Der Head Stunt Rigger ist für die Konzeption, Planung und die Organisation des Stunt Rigging innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe-, oder Theaterproduktion verantwortlich. Sobald mehrere Stunt Rigger, komplexe Riggs, Stunt Performer oder Schauspieler an Seilen an einem Dreh beteiligt sind, muss ein Head Stunt Rigger anwesend sein.
Er vermittelt und unterweist die Stunt Rigger, Stunt Performer, ggf. Schauspieler in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator.
Der Head Stunt Rigger ist für die Gestaltung der Sicherheitsprotokolle der an der Stunt-Takelage beteiligten Personen verantwortlich und muss im Falle einer Gefährdung erforderliche Sicherheitsmaßnahmen einleiten (Beurteilung von Gefahrenquellen, medizinische Notfall Vorsorge, Einweisungen zur Unfallverhütung, Erstellung eines Risk Assessment).

Die Tätigkeit als Head Rigger umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Verständigung mit dem Stunt Coordinator, dem Regisseur, dem Bildgestalter, dem Szenenbildner und dem Produktionsleiter zur beabsichtigten Gesamtwirkung des Projektes.
  • dramaturgische und technische Bearbeitung der stofflichen Vorlage der einzelnen Szene in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem Stunt Coordinator.
  • Motivbesichtigungen (Recces)
  • eigenverantwortliche Konzeptentwicklung der Stuntrigs, Kalkulation der Kosten und zeitliche Abstimmungen von Produktionsabläufen
  • sicherheitstechnische Unterweisung aller Beteiligten bei vorbereitenden Proben, über eventuelle Gefahrenquellen, festgelegte Schutzmaßnahmen und deren Umsetzung.
  • Während des Drehs leitet der Head Rigger in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator die geplanten Stuntszenen.

Ausbildung

Für den Beruf des Head Rigger gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Head Rigger ist eine umfangreiche Materialkunde und technisches Wissen.
Langjährige Erfahrungen als Stunt Rigger sind essenziell. Erfahrungen als Veranstalltungsrigger, Zirkusrigger und/ oder Industriekletterer sind vorteilhaft. Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Theaterproduktionen erwirbt man seine Gage für die Arbeit während der Probenzeit. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernseh- und Werbeproduktionen werden meist der/die Drehtag/-e, angefallene Aufbau-, Proben- und Testtage und die An- und Abreisetage bezahlt.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet. Head Rigger erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Perspektiven

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum Stunt Coordinator.

Der Horse Master ist verantwortlich für die Umsetzung und Ausführung von Stunts in Verbindung mit Pferden. Sobald mehrere Stunt Rider, Coachmen oder Schauspieler bei einem Dreh mit Pferden eingesetzt sind, ist die Anwesenheit eines Horse Masters nötig.
Der Horse Master ist bei der (filmischen) Umsetzung der Stunt Szenen mit Pferden, Reitern und Kutschen die entscheidende künstlerisch-gestaltende Kraft. Während des Drehs leitet der Horse Master in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator und dem Regisseur die geplanten Pferdeszenen.
Voraussetzung für die Tätigkeit als Horse Master ist die Kombination verschiedener Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente zu kombinieren.

Voraussetzungen sind:

  • Künstlerische Inszenierung von Bildern und Szenen mit Reitern, Kutschen und Pferden
  • Koordination von Stunt Reitern, Coachmen, Schauspielern, Komparsen, Kutschen und   Pferden und ggf. anderen Beteiligten, Stuntleuten, Fahrzeugen, etc..
  • Betriebswirtschaftliche Kenntnisse (Kalkulation, Personal)
  • Auswahl von geeigneten Pferden
  • Kenntnisse zur Pferdehaltung und Pflege, Pferdegesundheit
  • Fachkenntnisse über Anatomie / Wesen / Psychologie von Pferden
  • veterinäre Grundkenntnisse / Erste Hilfe
  • Kenntnisse zum Pferdetransport
  • Sachkundeprüfung Pferd nach §11 TierSchG
  • Kenntnisse über die Ausbildung von Stuntpferden
  • Kenntnisse über Ausbildung von Stuntreitern und reitenden Schauspielern.

Ausbildung

Für den Beruf des Horse Masters gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit ist die Fähigkeit darstellerische und dramaturgische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die Mitarbeiter, die an einem Pferdestunt beteiligt sind anzuleiten und zu motivieren und deren Beiträge zu koordinieren. Kenntnisse aus Kultur(-geschichte), Anatomie, Motorik und Erfahrungen als Stunt Rider sind essentiell. Kompetenzen auf dem Gebiet der Stunt Koordination sind vorteilhaft. Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Theaterproduktionen erwirbt man seine Gage für die Arbeit während der Probenzeit. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernseh-und Werbeproduktionen werden die Drehtage, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Horse Master erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Tätigkeit

Stuntwomen / Stuntmen/ Stunt Performers/ Stunt Doubles sind Personen, welche einen Stunt in den Bereichen Film, Fernsehen, Werbung und Theater ausführen. Sie sind für die künstlerische Ausführung der Stunts verantwortlich.
Stunt Doubles stellen Rollencharaktere da, sie übernehmen die Figur des Schauspielers und spielen die darzustellende Rolle unter den besonderen Bedingungen eines Stunts. Stunt Performers werden auch als Stunt Playereingesetzt, wobei sie die darzustellende Rolle allein übernehmen, diese also nicht mit einem Schauspieler teilen.
Ein Stunt Double oder Stunt Player beschäftigt sich mit dem Inhalt einer Rolle in Bezug auf die vom Autor vorgegebenen Handlung. Er interpretiert die szenische Figur in Abstimmung mit dem Regisseur.
Weiter beurteilt er in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator, den Stunt in Bezug auf eigene Fähigkeiten und die örtlichen Begebenheiten. Der Stunt Performer entscheidet am Ende allein für sich, ob er den Stunt durchführt oder nicht.
Stunt Performer werden häufig von Stunt Coordinators aktiv in die Planung und Organisation von Stunts und Action-Szenen eingebunden, um die durchzuführenden Stunts mit ihren Fähigkeiten und Vorgaben zu synchronisieren.
Vorbereitend ist er ggf. bei der Herstellung und dem Bau von Stunttechnik, am kreativen Entstehungsprozess des Stunts und ggf. an der Produktion von Previews beteiligt.
Weiter besteht die Möglichkeit, im Sicherungsbereich für Kollegen und Film Team eingesetzt zu werden.
Ein Stunt beinhaltet die gesamte künstlerische Leistung im kreativen Prozess einer Film- Fernseh- oder Theaterproduktion.
Der Stunt Performer kann ausübender Künstler als auch nachschaffender Interpret eines bestehenden Werks sein und als Gestalter einer originalen Schöpfung an der Werkentstehung mitwirken.


Ausbildung

Für den Beruf Stuntwoman / Stuntman gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg.
Der Einstieg in den Stuntbereich erfolgt entweder über autonome Selbstrekrutierung oder durch private Lehrgänge. Die Weiterbildung von künstlerischen, physischen und technischen Fertigkeiten kann durch Learning-by-doing, dem Stuntbereich verwandten Qualifikationen oder in speziellen Workshops erworben werden. 

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements.
Bei Theaterproduktionen kann sich das Entgelt aus einer Probepauschale und den Vorstellungsgagen zusammensetzen. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt. Für die Dauer der Produktion ist man fest gebucht und muss die vertraglich vereinbarten Vorstellungen spielen.
Bei Film- und Fernseh-und Werbeproduktionen werden die Drehtage, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Stuntwomen und Stuntmen erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Perspektiven

Die Arbeit als Stunt Performer ist das Bindeglied für eine Reihe von weiteren Tätigkeiten. Ausschlaggebend dafür sind Eignung, Kenntnisse, Erfahrung und Vermögen. Mögliche Kombinationen sind z.B. die Arbeit als: Assistant Stunt Coordinator, Fight Choreographer, Stunt Rigger, etc.
Mit wachsender Erfahrung vergrößert sich der Wirkungskreis und damit auch die Einsatzmöglichkeiten.
Der Einstieg in den Beruf erfolgt unter Aufsicht eines/ oder mehrerer erfahrener Stunt Coordinators. Die Qualifizierung des Stunt Performer vollzieht sich durch Mitarbeit in professionellen Produktionen, das Erlangen von Lizenzen und die Teilnahme an Lehrgängen und Workshops. Mit steigender Erfahrung ergeben sich Spezialisierungen, beispielsweise zum Fight Choreographer, Horse Rider, Stunt Rigger, etc.
Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum Assistant Stunt Coordinator oder Stunt Coordinator.

Tätigkeit

Precision Driver sind Personen welche Fahrzeuge aller Art in Film-, Fernseh- und Werbefilmproduktionen vor der Kamera bewegen.
Precision Driver/ Stunt Driver stellen Rollencharaktere dar, sie übernehmen die Figur des Schauspielers und spielen die darzustellende Rolle unter den besonderen Bedingungen einer Fahrsituation oder eines Car-Stunts. Zu einem geringen Teil werden sie zum Bewegen von Kamerafahrzeugen eingesetzt.
Precision Driver bezeichnet nicht nur eine Person die präzise fahren kann, sondern ist vielmehr eine Berufsbezeichnung, die eine professionelle Arbeit mit Fahrzeugen an einem Filmset beschreibt. So ist ein professioneller Rennfahrer, obwohl er sicher einige Voraussetzungen erfüllt, nicht unbedingt gleichzeitig auch ein Precision Driver, da die beruflichen Anforderungen sich zwar in einigen Bereichen ähnlich sind, sich jedoch die Arbeitsweisen und Anforderungen komplett unterscheiden.
Anders als etwa ein Rennfahrer fährt der Precision Driver nie gegen, sondern immer mit anderen Fahrern und ist nicht darauf aus, Bestzeiten zu fahren, an der technischen Entwicklung von Fahrzeugen beteiligt zu sein oder Rennen zu gewinnen. Vielmehr geht es um die Arbeit mit Fahrzeugen vor der Kamera und somit für die Kamera. So muss des Öfteren mit langsamen Geschwindigkeiten oder auch sehr untypischen Linien (eben nicht „Raceline“) gefahren werden. Die Arbeit beinhaltet zudem immer vorherige Absprachen der Manöver mit dem Stunt Coordinator, einem Kamerafahrzeug und/oder anderen möglicherweise beteiligten Precision Driver.
Er muss in der Lage sein auch exotische, über-, bzw. untermotorisierte, oder unvollständige Fahrzeuge zu fahren. Zudem muss er in der Lage sein, Fahrzeuge zu steuern, die durch Kameraaufbauten oder aus dramaturgischen Gründen schlechte oder nur begrenzte Sicht bieten. Ein Präzisionsfahrer zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass er punktgenau und gleichmäßig ein Fahrzeug bewegen kann und ein gutes Timing besitzt. Er muss „bildlich“ denken, in Synchronisation mit einem Kamerafahrzeug und/oder anderen beteiligten Fahrzeugen wiederholbare Manöver fahren können und die Kommunikation mit einem Kamerafahrzeug (Tracking Vehicle, Arm Car) beherrschen. Ein fortgeschrittener Precision Driver sollte im besten Fall auch Performance Driving beherrschen, also auch mit High Speed und Drifts, also mit hohen Geschwindigkeiten, anspruchsvollen Fahrstrecken und dem kontrollierten Ausbrechen des Fahrzeugs vertraut sein und kann spezielle Fahrmanöver sicher ausführen.
Gleiches gilt natürlich auch für den Stunt Driver, der jedoch, anders als der Precision Driver, einen Stunt fährt, also z.B. einen Crash (Zusammenstoß), Sprung, Near Miss (Beinahe-Unfall ohne Berührung) oder Überschlag vollführt - meistens in einem eigens dafür präparierten Fahrzeug.

Voraussetzungen für die Tätigkeit als Precision Driver / Stunt Driver sind:

  • Umfangreiche fahrerische Praxis, regelmäßiges Fahrtraining, theoretisches Wissen über fahrdynamische Vorgänge.
  • Grundkenntnisse zur KFZ Technik, Mechatronik und Reifenkunde
  • Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film-, Fernseh- und  Werbeproduktionen.

Ausbildung

Für den Beruf Precision Driver / Stunt Driver gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg.
Der Einstieg erfolgt entweder über autonome Selbstrekrutierung oder durch private Lehrgänge. Die Erlangung fahrerischer und technischer Fertigkeiten kann in speziellen Workshops erworben werden. Eine Ausbildung und entsprechende Qualifikationen und Lizenzen als Rennsportler, kann den Einstieg erleichtern.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements.
Bei Film- und Fernseh-und Werbeproduktionen werden die Drehtage, angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Stunt- und Precision Driver erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Tätigkeit

Der Stunt Rigger ist für das Stunt Rigging innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe-, oder Theaterproduktion verantwortlich. Er arbeitet eng mit dem Head Rigger zusammen und realisiert vorgegebene technische Aufgaben teilweise autark.
Ein Stunt Rigger arbeitet nicht zwingend nur mit Seilen. Als Stunt Rigger wird auch eine Person bezeichnet, welche einen Stunt technisch vorbereitet und handwerklich an einem Aufbau für einen Stunt beteiligt ist.

Ausbildung

Für den Beruf Stunt Rigger gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Stunt Rigger ist eine umfangreiche Materialkunde und technisches Wissen.
Langjährige Erfahrungen als Stuntperformer, Veranstaltungsrigger oder Industriekletterer sind vorteilhaft. Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Bei Theaterproduktionen erwirbt man seine Gage für die Arbeit während der Probenzeit. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernseh- und Werbeproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Aufbau-, Proben- und Testtage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Stunt Rigger erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Perspektiven

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum Head Stunt Rigger.

Tätigkeit

Ein Stunt Rescue Diver ist für die Sicherheit von Personal im und unter Wasser innerhalb einer Film-, Fernseh-, Werbe-, oder Theaterproduktion verantwortlich. Er arbeitet eng mit dem Stunt Coordinator zusammen.

Ausbildung

Für den Beruf Stunt Rescue Diver gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Stunt Rescue Diver ist eine abgeschlossene Tauchausbildung, umfangreiche Materialkunde und technisches Wissen.
Langjährige Erfahrungen als Stuntperformer und/oder Berufstaucher sind vorteilhaft. Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

 

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.

Bei Film- und Fernseh- und Werbeproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Aufbau-, Proben- und Testtage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
Stunt Rescue Diver erhalten einen Werkvertrag für ihre Tätigkeiten.

Perspektiven

Die Arbeit als Stunt Rescue Diver ist meist als Spezialisierung mit der Arbeit als Stuntwoman/ Stuntman oder anderen Tätigkeitsbereichen verbunden. Ausschlaggebend dafür sind Eignung, Kenntnisse, Erfahrung und Vermögen. Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit zum Aufstieg ist die Qualifizierung oder Berufung zum Assistant Stunt Coordinator oder Stunt Coordinator.

Tätigkeit

Ein Stunt Technician ist für die Konstruktion und Auf- bzw. Abbau von Stunttechnik verantwortlich und arbeitet eng mit dem Stunt Coordinator zusammen.

Ausbildung

Für den Beruf Stunt Technician gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Arbeit als Stunt Technician ist eine abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung, umfangreiche Materialkunde und technisches Wissen.
Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater sind Voraussetzung.

 

Verdienst / Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt.
Bei Film- und Fernseh- und Werbeproduktionen wird meist der Drehtag, angefallene Aufbau-, Proben- und Testtage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.
Die Bezahlung wird meist als Tagessatz oder wöchentliche Gage abgerechnet.
 

Perspektiven

Abhängig von Eignung und Vermögen sowie Vorkenntnissen können die Tätigkeiten Stuntman/ Stuntwomen, Stunt Rigger oder auch andere Stunt Berufe eine Perspektive und die daraus folgenden Aufstiegsmöglichkeit sein.
Perspektiven können auch andere Bereiche in Film/TV / Theater sein z.B. Bühnenbau, Spezialeffekte oder Veranstaltungstechnik.

Die oben genannten Begriffe bezeichnen eigenständige Tätigkeiten und sind nicht unentbehrliche Stationen einer vorgegebenen Laufbahn.
Je nach Anforderung sind einer oder mehrere dieser Fachleute zur Realisierung eines Stunts in einer Film- Fernseh- oder Theaterproduktion erforderlich.
Die Arbeitsorte sind feste Spielstätten (Theater, Freilichtbühnen), Studios (Film- und Fernsehstudios) oder Motive aus allen Bereichen des Lebens.
Arbeitsorte und Arbeitszeiten richten sich in erster Linie nach der Art der Produktion. Film- und Fernsehdreharbeiten finden zu jeder Tages- und Nachtzeit statt. Gedreht wird zu jeder Jahreszeit. Motive finden sich auf der gesamten Welt. Man kann für inländische wie auch für ausländische Produktionen arbeiten. In diesen Berufen gibt wenig Regelmäßigkeit, man ist viel unterwegs, arbeitet häufig unter Zeitdruck mit zum Teil langen Arbeitszeiten.
Die o.g. Berufe sind weniger durch ihre augenscheinlich gefährliche Tätigkeit gekennzeichnet, sondern vielmehr durch das Know-how möglichst alle anfallenden Risiken im Vorfeld zu erkennen und zu minimieren.

Wie werde ich Mitglied?

  1. Fördermitgliedschaft
    Jede natürliche und juristische Person, welche die Stunt Community unterstützen möchte, kann Fördermitglied werden! Von einer freien Fördermitgliedschaft bis zur intensiven Partnerschaft haben wir viele Ideen für eine gemeinsame Zukunft.
    Wir machen Ihre Fördermitgliedschaft, also unsere Zusammenarbeit bekannt. Sie haben Gelegenheit, eine sehr spezielle und coole Berufsgruppe der Filmlandschaft näher kennen zu lernen und Teil ihrer Entwicklung zu sein.
    >> Unsere Fördermöglichkeiten
  2. ordentliche Mitgliedschaft bzw. Anwartschaft
    Bitte lies die Aufnahmebedingungen, Beitragsordnung und die Satzung der German Stunt Association e.V. - Bundesverbandes deutscher Stuntleute - sorgfältig durch. Mit der Nutzung der folgenden PDF stimmst du unseren Datenschutz-Richtlinien zu.
    Folgendes Procedere ist zu beachten:
    1. Antrag auf Mitgliedschaft stellen, hier downloaden:
      Mitgliedsantrag
      ggf. Lastschriftenmandat (Einzugsermächtigung)
    2. beruflichen Unfall- und Haftpflichtversicherung als Stuntwoman oder Stuntman nachweisen
    3. Unterstützer nennen
    4. Befürwortung deiner Mitgliedschaft von 3 Stuntkoordinatoren aus dem Verein oder aus anderen anerkannten Verbänden oder Vereinen *. Die Namen und ggf. Kontaktmöglichkeit (bei Coordinators aus anderen Verbänden) sind im Antrag einzutragen.
      *anerkannt sind: GSA German Stunt Association/ BvS Bundesverband deutscher Stuntleute; SAG (Screen Actors Guild); BSR (British Stunt Register), ACTRA (Alliance of Canadian Cinema, Television and Radio Artists); CSA (Canadian Stuntmens Association)
    5. Credits nachweisen
      Vorraussetzung sind 20, durch anerkannte Coordinator bestätigte, Credits aus einem der unter Paragraph §1 Nr. 3 aufgeführten Berufe 
      Hinweise: Zu jedem Credit gehört eine kurze Beschreibung, denn Schwierigkeitsgrad und Vielseitigkeit sind
      Kriterien, die für die Qualifikation zählen. Wenn du uns zwanzig Stunt-Credits einreichst, sollten es nicht zwanzig Fights, sondern verschiedene Stunttätigkeiten sein z.B. Fight, Car-Hit, Treppensturz, Sprung, Feuer usw. Wir empfehlen dir, lieber mehr als zwanzig Stunts einzureichen, wenn du dir nicht sicher bist.
      Empfehlung: Alternativ kannst du ein beschriftetes Showreel einreichen, es ist aber kein "Muss“.
      anerkannte Coordinator gehören einem der folgenden Stuntverbänden an:
      GSA (German Stunt Association bzw. BvS, Bundesverband deutscher Stuntleute); SAG (Screen Actors Guild); BSR (British Stunt Register), ACTRA (Alliance of Canadian Cinema, Television and Radio Artists); CSA (Canadian Stuntmens Association); SBA (Stuntbook Australia). 
      Credit Liste
      Gern kannst du uns auch vorher kontaktieren.
      Ansprechpartner: Jason Oettlé und Ronnie Paul Mail: info@german-stuntassociation.de
    6. ggf. Prüfung absolvieren
      Wenn die Credits für eine ordentliche Mitgliedschaft nicht ausreichen, können sie durch die erfolgreiche Absolvierung von Prüfungen ersetzt werden. 
      Hinweise zur Prüfung für Stuntwomen/Stuntmen
      Prüfungsgruppen-Ansprechpartner
      Kontaktdaten Ansprechpartner