Die Berufsbezeichnungen sind nicht geschützt. Die erstellten Berufsbilder des Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. verleihen daher einen Leitbildcharakter. Sie sollen intern und für Außenstehende als Anhaltspunkte für Sicherheit und Qualität der Arbeit von Stuntleuten dienen. Des weiteren erklären sie den künstlerischen Entfaltungsprozess.

Die Berufsbilder (Fassung vom 12.12.2011) als PDF zum Download.

Das Berufsbild eines Stuntman / Stuntwoman beinhaltet eine Reihe verschiedener künstlerischer und technischer Fähigkeiten welche eine homogene Einheit bilden.

Der Tätigkeitsbereich lässt sich in verschiedene Berufsbilder untergliedern. Der Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. unterscheidet dabei in:

1. Stuntman / Stuntwoman (Stuntperformer)
2. Stunt Coordinator
3. Assistant Stunt Coordinator
4. Fight Choreographer
5. Horse Master
6. Precision Driver
7. Stunt Rigger
8. Stunt Rescue Diver
9. 2nd Unit Director / Action Unit Director

Die genannten Begriffe bezeichnen eigenständige Tätigkeiten und sind nicht unentbehrliche Stationen einer vorgegebenen Laufbahn. Je nach Anforderung sind einer oder mehrere dieser Fachleute zur Realisierung eines Stunts in der Film-, Fernseh- oder Theaterproduktion erforderlich.

1. STUNTMAN/ STUNTWOMAN

Als Stuntman / Stuntwoman werden Menschen bezeichnet, die einen Stunt ausführen. Der Stuntperformer kann ausübender Künstler als nachschaffender Interpret eines vorbestehenden Werkes sein und als Gestalter einer originalen Schöpfung an der Werkentstehung mitwirken.

Stuntwomen und Stuntmen stellen Rollencharaktere dar, sie übernehmen die Figur des Schauspielers und spielen die darzustellende Rolle unter den besonderen Bedingungen eines Stunts. Stuntperformer können auch als Stuntplayer eingesetzt werden, wobei sie die darzustellende Rolle allein übernehmen. Ein Stunt beinhaltet die gesamte künstlerische Leistung im kreativen Prozess einer Film-, Fernseh- oder Theaterproduktion.

Ausbildung

Für den Beruf Stuntwoman/ Stuntman gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Vergleichbar mit der Tätigkeit eines Schauspielers, ist eine Kombination von vielen verschiedenen Fähigkeiten Voraussetzung für die Tätigkeit als Stuntman / Stuntwoman. Gerade die Beherrschung der Handwerkzeuge Körpersprache, Körperbeherrschung, Mimik, Gestik und Stimme sind unerlässlich, um die dazustellenden Charaktere glaubhaft zu verkörpern.

Der Einstieg in den Stuntbereich erfolgt entweder über autonome Selbstrekrutierung, in Stuntschulen oder durch private Lehrgänge. Die Weiterbildung von künstlerischen, physischen und technischen Fertigkeiten kann durch Learning-by-doing, durch mit dem Stuntbereich verwandte Qualifikationen oder in speziellen Workshops erworben werden. Eine Ausbildung als Schauspieler und/ oder praktische Erfahrungen als Schauspieler, eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Studium der Kunst-, Sport-, Wirtschafts-, Geistes-, oder technischen Wissenschaften hat sich in der Praxis jedoch als zweckdienlich erwiesen.

Aufgaben und Tätigkeiten

Stuntperformer beschäftigen sich mit dem Inhalt der Rolle in Bezug auf die vom Autor vorgegebene Handlung. Sie interpretieren die szenische Figur in Abstimmung mit dem Regisseur / Stunt Coordinator. Weiter beurteilen sie, in enger Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator, den Stunt in Bezug auf ihre eigenen Fähigkeiten und die örtlichen Begebenheiten. Der Stuntperformer entscheidet am Ende allein für sich, ob er den Stunt durchführt oder nicht.

Die Arbeit von Stuntmen und Stuntwomen ist nicht mit der von Akrobaten oder Artisten im Zirkus oder bei Showveranstaltungen gleich zu setzen. Selbst wenn einzelne, selektiv herausgestellte Techniken und Inhalte vergleichbar sind, wie zum Beispiel ein Carcrash.

Als Show dargeboten dient der Stunt einzig und allein der Sensation und stellt diese in den Mittelpunkt. In seiner Form ist er beliebig wiederholbar und deshalb nicht mit einem Unfall in einer Film- oder Fernsehproduktion vergleichbar. Dieser hat immer einen dramaturgischen Hintergrund und trifft damit eine künstlerische Aussage.

Die Abgrenzung der Tätigkeiten richtet sich nach den kausalen Zusammenhängen und nicht nach dem Namen. Tritt ein Stuntman/ Stuntwoman im Zirkus auf und fliegt mit einer Kanonenkugel durch die Luft, wird er vielleicht als Stuntman angekündigt, doch er arbeitet in diesem Fall als Artist. Ist das ganze eine Szene aus einem Spielfilm und interpretiert ein Stuntman den „Baron Münchhausen“, ist er ein darstellender Künstler. Beide, sowohl der Stuntman als darstellender Künstler, als auch der Artist arbeiten als Freiberufler.


Einschlägige Vorberufe

Für den Beruf gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg.
Folgende Berufe, Tätigkeiten oder Studien kann man als förderlich bezeichnen:
Zum Beispiel
- eine sportliche Ausbildung, als Turner, Reiter, Kampf- oder Motorsportler, in Martial Art etc.
- eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, wie KFZ-Mechaniker etc.
- eine Ausbildung in einem technischen Beruf, wie Werkzeugmacher, Elektriker etc.
- Pferdewirt, Berufstaucher, Berufskletterer;
- ein Studium der Sport -, Wirtschafts- oder Geisteswissenschaften;
- eine Ausbildung oder Studium oder Berufserfahrungen im Bereich der darstellenden Künste.

Als Eignungsvorraussetzungen zur Arbeit als Stuntman/ Stuntwoman sehen wir:

- Gute körperliche Konstitution
- Gute Auffassungsgabe
- Schnelles Reaktionsvermögen
- Künstlerisches Talent
- Beherrschung verschiedener Sportarten 
- Visuelles Umsetzungsvermögen einer Idee 
- Handwerkliches Verständnis 
- Disziplin 
- Anpassungsfähigkeit 
- Einfühlungsvermögen 
- Teamfähigkeit 
- Phantasie 
- Kommunikationsfähigkeit
- Koordinations- /Organisationstalent

Der Zugang zur Tätigkeit

Der Zugang zur Tätigkeit kann auf die verschiedenste Weise stattfinden. Wer sich selbst für diesen Beruf entscheidet, verfügt oder beginnt, evtl. autodidaktisch, mit der Erarbeitung bestimmter Fertigkeiten. Er beschäftigt sich theoretisch und praktisch mit dem Beruf und versucht Kontakt zu einem Stunt Coordinator aufzunehmen, um sich vorzustellen und Anschluss zu finden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man von einem Stunt Coordinator oder anderem Stuntman entdeckt wird. Das kann passieren, wenn man zum Beispiel wegen eines bestimmten Vermögens von einer Film-, Fernseh- oder Theaterproduktion gecastet wurde und dann mit Stuntleuten zusammen arbeitet.
Ganz profan kann man natürlich auch über freundschaftliche oder familiäre Kontakte zu dem Beruf kommen.

Arbeitsbereiche und Arbeitsorte

Stuntmen/ Stuntwomen arbeiten in den Bereichen Film, Fernsehen und Theater . Die Arbeitsorte sind Studios (Film- und Fernsehstudios), Motive aus allen Bereichen des Lebens oder feste Spielstätten (Theater, Freilichtbühnen). Die Arbeitsorte befinden sich auf der ganzen Welt. Bis auf wenige Ausnahmen (angestellte Stuntmen) entscheidet man selbst, wo und wann man arbeiten will, indem man ein Angebot annimmt oder ablehnt.

Arbeitsgegenstände/ Arbeitsmittel

Stuntleute verfügen meist über persönliche Schutzkleidung, mit der sie ihren eigenen Körper schützen können. Es gibt speziell für Stuntleute gefertigte Ausrüstung aber auch von der Industrie für Sport und Freizeit angebotene Ware.

Wer sich auf eine bestimmte Sache spezialisiert hat (z.B. Reiten, Motorradfahren, Tauchen, Fechten oder Klettern), besitzt in der Regel die dazugehörige Ausrüstung. Ansonsten spielt und benutzt der Stuntperformer die in der Produktion verwendeten Requisiten, die meist von der Produktion gestellt werden.

Arbeitsbedingungen

Stuntleute arbeiten zu verschiedenen Arbeitszeiten. Sie richten sich in erster Linie nach der Art der Produktion.

Film- und Fernsehproduktionen finden zu jeder Tages- und Nachtzeit statt, Drehorte sind innen und außen. Gedreht wird Sommer wie Winter, Motive finden sich auf der gesamten Welt. Es gibt wenig Regelmäßigkeit, man ist viel und oft weit unterwegs, häufig unter Zeitdruck und hat zum Teil lange Arbeitszeiten.

Probezeiten an Theater finden in der Regel in der Zeit von 10:00 bis 22:00 Uhr statt. Vorstellungen beginnen meistens 10:00, 15:00 oder in der Zeit zwischen 19:00 und 20:00 Uhr. An Vorstellungstagen kann zusätzlich auch geprobt werden. Vor einer Vorstellung kann es noch zur Vorbereitungsarbeiten kommen, wie dem Einrichten und Kontrollieren von Sicherungstechnik oder dem „Einfechten, Einkämpfen oder Einsprechen“ für die jeweilige Szene. Als Stuntman/ Stuntwoman kann man für inländische wie auch für ausländische Produktionen arbeiten.

Als Stuntman/ Stuntwoman arbeitet man als freiberuflicher Künstler, oder ist (nicht der Regelfall) sozialversicherungspflichtig angestellt. Hat man kein Engagement, ist man selbst für sich verantwortlich. Jeder entscheidet für sich, wie und in welchem Umfang er an seinen künstlerischen Fertigkeiten arbeitet. Der Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. bietet dafür seinen Mitgliedern verschiedenen Workshops zur Weiterbildung an.

Verdienst/ Einkommen

Gagen sind frei verhandelbar. Das Einkommen richtet sich nach der Anzahl der Engagements. Und das entscheidet sich danach „wie gut man im Geschäft ist“. Bei Theaterproduktionen kann sich das Entgelt aus einer Probepauschale und den Vorstellungsgagen zusammensetzen. Reise- und Übernachtungskosten werden in der Regel erstattet oder zur Verfügung gestellt. Für die Dauer der Produktion ist man fest gebucht und muss die vertraglich vereinbarten Vorstellungen spielen.

Bei Film- und Fernsehproduktionen werden meist der Drehtag, eventuell angefallene Probentage und die An- und Abreisetage bezahlt. Übernachtungsmöglichkeiten werden in der Regel von den Produktionsfirmen gestellt und organisiert.

Es gibt Bestrebungen, Stuntleuten auch feste Verträge während der Produktionsdauer größerer Spielfilmproduktionen zu geben, um sie sicher zu verpflichten.

Beschäftigungsalternativen

Die Arbeit als Stuntman/ Stuntwoman ist das Bindeglied für eine Reihe von weiteren Tätigkeiten. Ausschlaggebend dafür sind Eignung, Kenntnisse, Erfahrung und Vermögen. Mögliche Alternativen sind die Arbeit als:

1. Fight Choreographer
2. Horse Master
3. Precision Driver
4. Stunt Rigger
5. Stunt Rescue Diver 
6. Assistant Stunt Coordinator 
7. Stunt Coordinator 
8. 2nd Unit Director /Action Unit Director

Stuntleute arbeiten mitunter auch als Schauspieler, wenn sie von einem Regisseur/Produktion besetzt werden.

Spezialisierungsformen

Eine Spezialisierung für einen bestimmten Bereich gibt es, ist aber nicht zwingend notwendig. Spezialisierung findet meist aus besonderem Talent oder Neigung für bestimme Arten von Stunts statt. Eine Spezialisierung für einen bestimmten Arbeitsbereich wie Theater oder Film hängt von den persönlichen Präferenzen des Einzelnen ab.
Spezialisierungen werden im Anschluss an den Stunt Coordinator beschrieben.

Perspektiven

Die Arbeit als Stuntperformer ist mit ständigem Lernen und Weiterbilden verbunden. Das passiert einerseits während der Arbeit, auf der anderen Seite kümmert sich der Stuntperformer selbst um seine Weiterbildung. Auch das hängt wiederum von den persönlichen Neigungen des Einzelnen ab. Weiterbildung kann eine Teilnahme an Workshops, speziellen Lehrgängen oder ein Studium sein. Die möglichen Inhalte sind so umfassend wie der Beruf: Kunst, Körperlichkeit und Technik (z.B. Schauspielunterricht, Bühnenfechten und seilunterstützte Arbeiten).

Qualifizierung und Aufstieg

Mit wachsender Erfahrung vergrößert sich der Wirkungskreis und damit auch die Einsatzmöglichkeit. Der vom Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. getragene Werdegang verläuft wie folgt:

1. Junior - Einstieg in den Beruf - Arbeit unter Aufsicht eines erfahrenen Stuntman oder Stunt Coordinators -Qualifizierung zum Stuntman unter bestimmten Bedingungen durch Mitarbeit in professionellen Produktionen - Patenschaft und Empfehlung durch einen Stunt Coordinator

2. Stuntman / Stuntwoman - Arbeit als Stuntperformer, Stuntplayer -Spezialisierungsmöglichkeiten zum Beispiel als Precision Driver, Stunt Rigger, Stunt Rescue Diver

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2. STUNT COORDINATOR

Der Stunt Coordinator ist verantwortlich für die technische und künstlerische Ausführung der Stunts durch den Stuntperformer, Stuntplayer oder Schauspieler. Bei der (filmischen) Umsetzung der einzelnen Stuntszenen ist er die entscheidende künstlerisch- gestaltende Kraft. Die fertigen Film-/ Stuntszenen sind das Ergebnis eines künstlerischen und technischen Schaffensprozesses. Dieser beginnt mit der Vorbereitung der einzelnen Szenen und endet mit deren Fertigstellung. Dabei werden die technischen und künstlerischen Elemente so kombiniert und koordiniert, dass im Ergebnis kein technisches, sondern ein künstlerisches Werk entsteht. Der Stunt Coordinator ist kein nachschaffender Interpret eines bestehenden Werkes, sondern Gestalter einer originären Schöpfung.

Ausbildung

Für den Beruf des Stunt Coordinator gibt es keinen unabdingbar vorgegebenen Ausbildungsweg. Voraussetzung für die Tätigkeit als Stunt Coordinator ist die Kombination verschiedener Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die künstlerischen und technischen Mitarbeiter anzuleiten und zu motivieren, die an einem Stunt beteiligt sind und deren künstlerische Beiträge zu koordinieren.

Erfahrungen als Stuntman/ Stuntwoman/ Schauspieler(in) als auch auf dem Gebiet der Regietätigkeit sind vorteilhaft.

Planung und Organisation

Der Stunt Coordinator ist Ansprechpartner für Produktionsfirmen und Theater. Er vermittelt und unterweist die ausführenden Stuntleute und Stunt Rigger. Weiter ist er für die Sicherheit der beteiligten Personen verantwortlich und muss im Falle einer Gefährdung erforderliche Sicherheitsmaßnahmen einleiten (Beurteilung von Gefahrenquellen, medizinische Notfallvorsorge, Einweisungen zur Unfallverhütung etc.).

Qualifizierung und Aufstieg

Die nächste Entwicklungsstufe oder Möglichkeit ist die Qualifizierung oder Berufung zum 2nd Unit Director / Action Unit Director.

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SPEZIALISIERUNGEN

STUNT RIDER und COACHMAN

Stunts in Zusammenhang mit Pferden und Kutschen werden von darauf spezialisierten Stuntwoman/ Stuntman durchgeführt. Diese Spezialisierungsform erfordert eine Reihe spezieller Kenntnisse und Fähigkeiten:

Allgemein
- Kenntnisse zur Pferdehaltung und Pflege
- Kenntnisse zur Pferdegesundheit
- Kenntnisse zum Pferdetransport

Reiten
- Grundelemente von Dressur, Springen, Gelände auf E-Niveau, unabhängig von der

  Reitweise
- Kenntnisse der Reitbahnregeln

  Stunt Riding
- Grundkenntnisse des Trickreitens
- Abspringen vom Pferd
- Aufspringen auf das galoppierende Pferd
- In den Bügel stellen
- Im Sattel umdrehen
- Reiten von verschiedenen Pferden
- einhändiges Reiten bzw. Reiterkampf mit Schwert, Schild und Speer
- Bogenschießen vom galoppierenden Pferd
- Fallen vom Pferd: rechts, links und über die Kruppe herunter
- Stehen auf dem Pferd
- Grundlagen der Freiheitsdressur
- exaktes Formationsreiten
- Feuer/ Wasser/ Nebel oder (Papier)Wand
- Beherrschung verschiedener Stile (z.B. Barock, Western, englisch...)
- Damensitz
- Tranfers (von Pferd zu Pferd oder Pferd zu Fahrzeug)
- auf den Punkt Steigen des Pferdes 
- Stürzen des Pferdes
- Hinlegen des Pferdes


Coachman
- Fahren ist mit einem nicht zu unterschätzenden Risiko verbunden
- Vorraussetzung gültiger Pass oder Ausbildung
- Vorraussetzungen der Pferde: gut trainiert, Umzugssicher, Turniererfahrung, müssen Wagen mit Eisenbereifung gewohnt sein
- Fahrer sollte über viel Erfahrung, Umsicht und Set-Erfahrung verfügen
- evtl. Prüfung: Hindernisfahren auf dem Platz und im Gelände
- Wenn man Spezialisten braucht für Stürze, Transfers - nur mit sehr guten und erfahrenen
Pferden,Top Fahrern, erfahrenen Horsemaster sowie guter Vorbereitung und Training


HORSE TRAINER

Horse Trainer braucht man am Set z.B. wenn sich ein Pferd allein von einem Punkt zum anderen bewegen soll. Diese und ähnliche Situationen kann das Pferd nur mit seinem Trainer bewältigen.

Allgemeine Kenntnisse
-Pferdehaltung und Pflege
- Kenntnisse zur Pferdegesundheit
- Kenntnisse zum Pferdetransport
Reitkenntnisse: ein Horse Trainer sollte alles, was er Pferd oder Reiter beibringen will, selbst irgendwann gemacht/ beherrscht haben. Das muss nicht in Perfektion gewesen sein: Jemand der nur mäßig etwas beherrscht hat, kann ein guter Lehrer sein und sehr gut Wissen vermitteln.
Reitunterricht
- Reitunterricht mit Schauspielern und Stuntreitern
- Pferdeausbildung
- Ausbildung von Pferden zum Einsatz für Film, Fernsehen und Theater
- Ausbilden und Erlernen verschiedener Lektion (Zirkuslektionen) mit Pferden
- Transport Genehmigung

HORSE MASTER

Horse Master 
Sobald mehrere Stuntreiter, Coachmen oder Schauspieler bei einem Dreh eingesetzt sind, ist  die Anwesenheit eines Horse Masters nötig. Er ist verantwortlich für die technische und
künstlerische Ausführung der Stunts. Wie bei anderen Stunts der Stunt Coordinator, ist der Horse Master bei der (filmischen) Umsetzung der Stuntszenen mit Pferden, Reitern, Kutschen die entscheidende künstlerisch- gestaltende Kraft. Er arbeitet dabei eng mit dem Stunt Coordinator zusammen. Gibt es ausschließlich Pferde-Stuntszenen, kann der Horse Master die Aufgaben eines Stunt Coordinators übernehmen.
Sonst steht der Stunt Coordinator aber „über“ dem Horse Master. In einem Film kann es verschiedene Stunts geben, die vom Coordinator mit seinen verschiedenen Teams zu leiten sind. 
Voraussetzung für die Tätigkeit als Horse Master ist die Kombination verschiedener Fähigkeiten, die es ermöglichen, darstellerische, dramaturgische und technische Elemente
zu kombinieren und zu einem künstlerischen Werk zusammenzuführen. Dazu gehört auch die
 Fähigkeit, die künstlerischen und technischen Mitarbeiter anzuleiten und zu motivieren, die an einem Stunt beteiligt sind und deren künstlerische Beiträge zu koordinieren.

Folgende Kenntnisse sind erforderlich:
- Kenntnisse über Produktionsbedingungen und Abläufe in Film, Fernsehen, Theater
- Künstlerische Inszenierung von Bildern und Szenen mit Reitern, Kutschen und Pferden
- Koordination von Stunt Reitern, Reitern, Kutschen und Pferden und ggf. anderen Beteiligten, Fahrzeugen etc.
- Zusammenarbeit mit dem Stunt Coordinator
- Betriebswirtschaftliche Kenntnisse (Kalkulation, Personal)
- Auswahl von geeigneten Pferden
Allgemein Pferde
- Kenntnisse zur Pferdehaltung und Pflege
- Kenntnisse zur Pferdegesundheit
- Kenntnisse zum Pferdetransport
- Sachkundeprüfung Pferd nach §11 TierSchG
- Anatomie
- Wesen/ Psychologie
- Kenntnisse über die Ausbildung von Stuntpferden
- veterinäre Grundkenntnisse/ Erste Hilfe
Reiten
- Horse Master sollten alle Dinge, die der Stunt Rider beherrschen soll, beherrscht haben.
Reitunterricht
- Kenntnisse über die Ausbildung von Stunt Reitern und Schauspielern